KK017 Offshore Windenergie

Was antworte ich meinem Sohn in ein paar Jahren, wenn er mich fragt, was ich gegen den Klimawandel getan habe. Dieser Frage muss ich mich stellen. In den letzten Wochen habe ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt und musste feststellen, dass mein Co2 Fußabdruck höher als der Durchschnitt ist. Ich dachte durch meine energetische Sanierung meines bin ich auf einem guten Weg, aber ich wurde eines besseren belehrt.
Dennoch gibt es Hoffnung, denn aus Norddeutschland kommt saubere Energie. Vielleicht kann ich ja bald mein Haus mit Windenergie heizen.

CO2 Rechner Umwelt Bundesamt
http://uba.co2-rechner.de/de_DE/

CO2 Rechner WWF
https://www.wwf.de/themen-projekte/klima-energie/wwf-klimarechner/

Power to Gas Tennet
https://www.tennet.eu/de/news/news/gasunie-tennet-und-thyssengas-steigen-in-konkrete-planung-fuer-gruene-sektorkopplung-mit-power-to-gas-1/

Informationen zu den Windrädern in der Nordsee findet ihr hier. Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE
https://www.offshore-stiftung.de/ Vielen Dank auch noch einmal für das Episodenbild

Special Report on Global Warming
http://www.ipcc.ch/

Küstenkommentar Seenotrettung und Entschleunigung

Seenotrettung und Entschleunigung als Einstiegsthema nach der Sommerpause ist ein hartes Brett. Aber ich versuche einmal dies zu beschreiben und zu kommentieren. Einen Dank geht schon einmal an die Organisatoren von Meer Menschlichkeit

Wenn ihr Interesse habt schaut doch einfach einmal hier vorbei
https://www.facebook.com/meer.menschlichkeit/
http://meer-menschlichkeit.stadt-media.de/

 

Der Weltbeste Fahrradmechaniker

Wir sind auf einem Campingplatz zwischen Lagos und Luz an der Algarve. Viel ist hier noch nicht los, aber wir haben tolle Nachbarn.

Justus stellt meistens den Kontakt zu den anderen Camper her. Susan aus England ist mit ihrem Freund David schon ein paar Jahre auf dem Campingplatz. David arbeitet in einer Bar und sie genießt mit ihrem Hund “Willow” schon den Ruhestand. Justus findet ihn “so süß” und darf oft mit ihm spielen und “mitgassigehen”. Wir hatten schon kurz überlegt, ob wir sie als Babysitter engagieren, aber dafür ist Justus sein Englisch einfach noch zu schlecht:) Ansonsten quatscht er jeden an, wenn er mit seinem Laufrad unterwegs ist.

Er schaut zwar immer ein bisschen komisch wenn ihm in einer anderen Sprache geantwortet wird, aber er quatscht einfach munter weiter auf die Leute ein. Irgendwann kannten wir natürlich den ganzen Campingplatz. Highlight war auch ein umgebautes Feuerwehrauto. Er ist bestimmt 30 mal die Leiter auf’s Auto hochgeklettert und ist in unsere Arme gesprungen-Was für ein Spaß!

Innerlich habe ich eine kleine Baustelle, an die ich denken muss: Mein Polo Fahrrad ist in Faro leider kaputt gegangen. Die Hinterradachse ist gebrochen und da ich unbedingt in Lissabon und Porto Polo spielen möchte, musste ich mir etwas einfallen lassen.

Hier gibt es kaum Fahrradwerkstätten-Sowieso gibt es hier kaum Fahrradfahrer. Wenn wir mit unserem Kinderanhänger durch die Gassen sausen werden, wir immer angeschaut, als ob wir eine Ziege hinter uns herziehen würden.

In Lagos war nun ein Fahrradladen verzeichnet Angekommen, Problem geschildert und schnell wurde klar, dass der Typ darauf kein Bock hatte und angeblich auch keine Zeit. Er verwies uns an einen Laden im Zentrum der Stadt und malte mir ein Kreutz auf eine Karte. Als wir an dem Punkt ankamen, war allerdings kein Fahrradladen zu finden. Ich fragte mich durch und wurde zu einer grünen Tür geführt-Sie war verschlossen, kein Klingelschild, einfach nichts. “Puh”… dachte ich mir, das kann ja nichts werden. (Nine war auch schon leicht genervt) Ich zog nach der Mittagspause aber trotzdem nochmal los zur grünen Tür.

Von Zauberhand öffnete sich die Tür und ich stand in einer dunklen Werkstatt. An der Wand hingen zwei Fahrräder, rechts daneben stand eine Werkbank auf der sich sowohl unzählige Fahrradteile als auch jede Menge Werkzeug befand. Daneben ein freundlich lächelnde Mann-Leider konnten wir sprachlich nicht zueinander finden, aber ich versuchte so etwas wie: “Das ist kaputt” und “Ich komme morgen wieder” zeichensprachlich rüberzubringen. Bei ihm sah es so aus wie: “Ich versuche”, aber seine Körpersprache sagte mir, dass das wohl nichts wird.

Zurück zu Nine und dann ging es weiter mit dem Rad zu den Grotten von Lagos, die man unbedingt mit dem Boot erkunden sollte. Uns war es allerdings zu teuer. Wir fuhren wieder unter staunen Blicken mit unserem Fahrradgespann dorthin…. Und es war wirklich unbeschreiblich schön hier.

Am nächsten Tag fuhr ich unter Spannung zurück nach Lagos zur grünen Tür. Ich hatte zwar keine Hoffnung, aber mein Hinterrad für das Polo Rad wollte ich unbedingt wieder haben.

Als ich ankam, wurde mir freudestrahlend mein repariert Hinterrad übergeben. Die Fehlenden Speichen wurden erneuert, das Rad war zentriert und die neue Achse war eingebaut. Erster Gedanke: “Boaahhh geil” Zweiter Gedande: “das wird teuer” Ich war extra zuvor zum Geldautomaten gefahren und hatte 100 Euro abgehoben-ob das wohl reicht? (Allein die Achse kostet als Ersatzteil 40 Euro) Als der Mechaniker mir den Preis von 10!!! Euro für die Reparatur nannte, dachte ich: ” der spinnt!” In Deutschland hätte ich locker 70 Euro bezahlt. Ich gab ihm 30 Euro und sagte das wäre schon OK- er wollte es jedoch nicht. Dankbar verließ ich den Laden und brachte dem Mechaniker anschließend noch einen frischen Kaffee aus dem Café nebenan vorbei-den nahm er dankbar an.

Den Abend verbrachten wir mit Nancy und Marcel aus Dresden, die auch mit Kleinkind und Camper unterwegs sind, leider floss viel zu viel Wein. Kleine Memo an uns selbst: Wenn man am nächsten Tag weiterreisen will, sollte man das besser sein lassen. Nine und ich hatten ein bisschen Kopf am nächsten Tag.

Das Bullipacken ging ein bisschen langsamer von statten als üblich-ist aber auch nicht weiter schlimm, denn die Checkout-Zeit auf den Campingplätzen ist hier üblicherweise um 17.00 Uhr. Wir fuhren nach Monchique und parkten auf einem Supermarktparkplatz. Dummerweise hatten wir uns überhaupt nicht mit der Region beschäftigt und wussten nicht, was wir hier sollten…wie es nach dem Mittagessen weitergeht, könnt ihr im nächsten Blogeintrag lesen…

Eigentlich wollte ich diesen Blogartikel anders anfangen, aber das passt nicht zu diesem tollen Urlaub, den wir hier verbringen dürfen. Ich bin wirklich sehr dankbar dafür, dass ich mit meiner Familie eine so tolle Erfahrung machen darf… aber wie immer gibts im Leben nicht nur die Sonnenseite, also jetzt mal ein bisschen was zum Nachdenken…

Was macht mal wohl mit 800 Euro im Monat auf dem Konto? …Genau so hoch ist der durchschnittliche monatliche Nettoverdienst der Portugiesen. In Deutschland wäre das in etwa so hoch, wie das Einkommen eines Arbeitslosengeld 2 Empfängers (wenn man die Miete und sonstige Leistungen mit einbezieht) Mir war das vor der Reise nicht klar, dass wir ins doch so arme Portugal reisen. Von den Ländern, die den Euro besitzen, liegen nur noch Lettland und Litauen hinter Portugal.

Warum war mir das vorher nicht bekannt? Wenn ich jemanden nach Portugal gefragt habe, bekam ich fast ausnahmslos positive Reaktionen. …. Traumstrände…Surferparadies…nette Menschen… All das stimmt natürlich auch, aber es könnte auch daran liegen, dass die meisten Menschen nicht mit einem VW Bus von Ort zu Ort fahren, sondern eher mit dem Flieger in die Urlaubsregion fliegen, sich dort auch aufhalten und von der Tourismus-Industrie verwöhnen lassen. (ist ja auch OK, denn dafür ist der Urlaub ja auch da)

Wir kommen gerade aus so einer Region um Lagos herum- Riesige Hotelanlagen mit großzügigen Golfplätzen. Alles aufwendig bewässert, damit es so schön grün leuchtet wie zu Hause.

Es ist wirklich schön hier an der Algarve, ein Traumstrand reiht sich an dem anderen und man kommt sich als Nordsee-Einheimischer ein bisschen so vor wie im Paradies.

Es gibt hier auch viele deutsche Obdachlos, die sich hier wohlfühlen und versuchen, mit schlechten Sandskulpturen ein paar Euros zu verdienen. Urlaubstechnisch haben es sich hier hauptsächlich Engländer und Deutsche in den Hotelanlagen gemütlich gemacht. Viele Franzosen sind mit ihren Campern hier. Einmal Sonne und zurück. Vielleicht auch mal einen Ausflug für 20 Euro pro Person buchen. Für Portugiesen die hier leben einfach unbezahlbar, deswegen machen Sie hier auch keinen Urlaub.

Puhh… für heute erstmal genug… Kernmessage sollte nur sein, dass Portugal für den Tourismus wunderbar ausgebaut ist, ansonsten jedoch weit von dem Lebensstandard entfernt ist, in dem wir uns in Deutschland bewegen- Das war mir neu!

Das Prinzip “Biologische sektion”

Regeln? Wer braucht schon Regeln? Die Natur hat doch ihre eigenen Gesetze, an die man sich halten muss. Wer sich nicht daran hält, wird oft rücksichtslos mit dem Tod bestraft.

Es gibt im Bahnhof keine Brücken oder Tunnel, einfach nach rechts und links schauen und über die Gleise. Warum soll man auch alle 5 Meter an Klippen daran erinnert werden, dass man herunterfahren kann. Ich denke, das weiß man doch oder?

Genau so ist das Leben hier, es gibt kaum Regeln an die man permanent erinnert wird. In Deutschland würde jeder mit dem Auto 10% schneller fahren, als erlaubt. Hier in Portugal wird immer 20% langsamer als die Höchstgeschwindigkeit gefahren. Es bilden sich trotzdem immer lange Schlangen hinter dem Bulli, da die Berge es nur zulassen, im dritten Gang zufahren. Immer wenn ein langes grade Stück Straße vor uns liegt, denke ich: “Überholt doch endlich!” Es macht nur keiner. Wenn dann doch ein Auto an mir vorbeibraust, ist auf dem Nummernschild ein – D- zu erkennen.

Hier sind die Menschen so was von entspannt, dass scheinbar keine strengen Regeln das Leben regeln. Wer höher, schneller weiter möchte, als die biologischen Gesetze es zulassen, wird eben möglicherweise aussortiert.

Wir, also Nine Justus und ich (Flo ist am Sonntag wieder heim geflogen) stehen gerade am südwestlichsten Punkt Europas – also fast, ein paar Kilometer nördlicher an einer wunderschönen Bucht, die nur über eine Schotterpiste erreichbar ist. Im Bulli hat es ganz schön geknallt und gescheppert. Mir standen die Schweißperlen auf der Stirn, Nine hatte ihr “du-weißt-schon-was-du-da-tust-Gesicht” aufgesetzt. Die Abfahrt zum Strand war so steil, dass ich beim Herunterfahren dachte, hier kommen wir NIE wieder hoch.

Unten angekommen waren die Gedanken schnell verflogen, denn hier ist ein magischer Ort. Ein paar Surfer-Bullis stehen hier rum und vor uns liegt eine Traumbucht aus dem Bilderbuch.

Wir sind gleich runter zum Strand. Die Wellen waren so stark, dass Justus immer von ihnen umgeworfen wurde. Er fand es aber so geil, dass er sich immer und immer wieder der Herausforderung stellte.

Es dämmerte und die einheimischen Surfer verließen die Bühne. Für diese Nacht gehörte die Bucht uns und ein paar anderen Wilden. Der Wind war so stark, dass der Bulli nur so hin und her schaukelte. Komisches Gefühl, wenn man direkt an einer Klippe parkt und es 50 Meter nach unten geht. Also bin ich nachts nochmal raus und habe dicke Steine vor die Reifen gelegt. Sicher ist sicher-und das ohne Hinweisschilder…

Blühhende Landschaften

Wir (Flo und meine Wenigkeit) sind da!…in Portugal…da wo immer die Sonne scheint… Das Meer vor den Füßen-das muss einfach traumhaft sein. Wenn man nur auf der Autobahn unterwegs ist, sieht man sehr gut wie sich die Landschaft verändert, aber alles andere sieht man erst wenn man von der Bahn runterfährt. …was soll ich sagen?! Ich war mega geschockt, aber dazu später mehr.

Erstmal Nine und Justus vom Flughafen abholen. Das nenne ich mal just in time. Vor 10 Minuten ist der Flieger gelandet und wir kommen nach 3000 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 70 km/h zeitgleich an- “ein Traum” würde Flo jetzt sagen. Wir sind nur mit einem kleinen Schlafstop von Barcelona nach Faro gestartet.

In Barcelona wollten wir Polo spielen, aber das hat leider nicht geklappt, denn das Training sollte erst um 22.00 starten-leider außerhalb unseres Zeitplans. Netterweise hat der Österreicher Django uns angeboten, die Stadt mit dem Rad zu erkunden. Wir schlängelt uns durch die Altstadt und fuhren durch fast autofreie Stadtteile-wirklich wunderschön.

Barca ist nach Paris die zweit- dichtbesiedelste Stadt Europas. Die Straßen sind teilweise so eng, dass die Leute sich im 7. tem Stock noch die Hand über die Straße reichen können. Die Frage, wie man sein Zeug hier zur Wohnung bekommt, wenn man einmal bei Ikea eingekauft hatte, verursachte erst einmal ein Schmunzeln…Ja, das ist gar nicht so einfach, deshalb stehen bei Ikea immer genug Logistiker rum, mit denen man einfach einen Preis aushandelt.

Nach diesem tollen Erlebnis ging es dann durch den Berufsverkehr um 17. 00 weiter Richtung Faro. Ich habe noch nie so viel Chaos auf der Straße gesehen. Wir fuhren bis 24 Uhr, rollten von der Autobahn ins nächste Dorf und stellten uns auf einem Platz am Ortsausgang-6 Stunden schlafen und weiter.

Achja, ich war geschockt, als ich von der Autobahn in Faro runtergefahren bin, denn generell sind die Fenster im Erdgeschoss vergittert. Zum bezahlen an der Tankstelle sind die Wärter immer verbarrekadiert. Hier an diesem Teil der Algarve gibt es wenig Tourismus, da es keinen Strand vor der Stadt gibt sondern nur eine Lagune die von den Gezeiten überflutet wird. Für die Tierwelt ein toller Ort, und für Störche ein Paradies. Auf jedem Schornstein sitzen Sie. Touristisch gesehen nicht ganz so attraktiv. Die Arbeitslosigkeit liegt mit 40 Prozent sehr hoch, viele Häuser verfallen, in den besseren Gegenden wohnen meistens nur Nicht-einheimische oder Touristen. Nach 5 Tagen in dieser Region können wir trotzdem sagen, dass es uns gut gefallen hat. Wir haben Tipps von Freunden, Einheimischen und anderen Touristen bekommen und hatten eine tolle Zeit. Zug fahren ist hier sehr günstig (Bus fahren eher teuer), sodass wir von Olhao aus sowohl Faro als auch Tavira erkundet haben-Fahrräder und Kleinkinder umsonst. (Man muss Fahrräder und Kinderwagen in einen Frachtraum einladen-der ist auch während der Fahrt zu öffnen) Vor Olhao gibt es drei vorgelagerte Inseln, die mit einer Fähre zu erreichen sind. Wir haben uns für Armona entschieden, da diese am nähesten ist. Eine Insel ohne Autoverkehr mit einem mega Sandtrand. Damit haben wir nicht gerechet, was für ein toller Tagesabschluss.