Folge06

Pack dir Brote ein, wir fahren auf eine ostfriesische Insel, wo wir unsere Lungen mit stinkender Landluft fluten. Was man halt alles so macht, um vor dem Karneval zu fliehen. Eine Bio Folge in jeglicher Hinsicht.

Folge05

Um es mal vorweg zu nehmen, wir haben uns wieder vertragen. Aber dennoch sollte jeder einen Hipster zum Freund haben, da kann man noch Menge lernen. Wenn es um das Thema Energie und BikePolo geht, gibt es keinen besseren als Frank Glanert. Danke für den Besuch. Wenn ihr mehr über Frank erfahren wollt schaut hier vorbei http://www.frankys.blog

Folge04

Jehaa ich habe ein Intro für diesen Podcast. Danke an die Jungs von artists4live (http://artists4live.de/). Impressionen aus dem Waldorfkindergarten. Ich dachte immer Büroarbeit macht den Rücken kaputt–>Aua.

Folge03

Mit dem verletzten Sprunggelenk kann ich noch immer Synchronschwimmen auch wenn keine Touristen da sind, die meinen vergangen Plastikmüll in der Nordsee versenken. Ähhhh- ich glaube in dem Grünkohl-Smoothie war was drinne.

Folge02

Folge Nummer 2 ist im Kasten.  Ich werde Veganer und esse “Pulled Pork”. Ab jetzt immer den Mund  zu beim Radfahren zu um nicht ausversehen ein Insekt zu verschlucken. Weihnachten 1717 – Wind aus Nordwest.

Folge01

Ich hab’s geschafft mein erster Podcast. Im nächsten Jahr werde ich dann versuchen jede Woche eine neue Episode zu veröffentlichen. Also wenn ihr betrunken von der Silvesterfeier nach Hause kommt und nicht direkt einschlafen könnt hört einfach mal rein.
Ach ja am Ende gibt es noch ein kleines Hörspiel von mir.

Konkurrenzgedanken unter Papas

Die Niederlande-ein wunderschönes Land,-ein Vorbild von Donald Trump, mit ihrem Abschlussdeich grenzen sie sich erfolgreich von Mexico ab.
Der Camping Platz Beerze Bulten (in der Nähe von Meppen) wurde von Sören angesteuert und was soll ich sagen-ich war und bin noch immer begeistert. Kanu und Fahrradfahren sowie Klettern und Baden, alles kein Problem hier. Für Justus ein Paradies und für mich auch.

Irgendwie wird man ja wieder zum Kind, wenn die Kombination „Schaufel + Eimer + Sand + Wasser“ aufeinandertreffen. Es entsteht bei Männern sowieso immer ein Konkurrenzgedanke – so auch beim Sandburgen bauen. Da werden auch schon mal nicht-legale Register gezogen.

Ich versuche also eine Burg zu bauen. Leider ist dies nicht so ganz einfach, da Justus es spannender findet, alles von mir Gebaute wieder zu zerstören. OK, Plan B. „Guck mal Justus, da drüben die Burg-die ist aber groß…willst du dir die nicht mal anschauen?“

Justus stolzierte in einem perfekten Moment herüber, denn der andere Papa hatte sich gerade von seiner Baustelle entfernt und seinem Bauwerk den Rücken zugewandt-GROßER FEHLER!!! Schnell hat Justus den ersten Turm dem Erdboden gleich gemacht. „Weiter so“ dachte ich und widmete mich meinem Projekt. Zwei Minuten später war von dem benachbarten Anwesen aus Sand nur noch wenig übrig.

Hey, meine Burg war kein Hit, aber sie stand noch…Eins muss man den Holländern lassen: Sie können super mit Sand und Wasser umgehen-in meinen Augen kleine Künstler.

Das kindliche Interesse an den Sandburgen ebbte schnell ab, wir verließen die Baustelle und durch’s- Wasser-Laufen war angesagt. Widerum einige Minuten später musste ich feststellen, dass jemand die kleine gelbe Super-Schaufel geklaut hat. (Nine schwört auf diese Schaufel und ich hab’s noch in den Ohren: „Bring die gute Spielstabil-Schaufel bloß wieder mit“)

Ich bin der festen Überzeugung, dass Holländer heimlich nicht-registrierte Schaufeln im Keller horten, denn man kann nie wissen, wann die große Flut kommt. Mit diesem Gedanken im Kopf konnte ich es ertragen, dass diese wunderschöne Schaufel nun weg war-irgendwie würde ich das Nine auch schon beibringen.

Hier noch ein kleiner Gruß aus der Bulliküche. Selbstgemachte Burger abgesehen vom Brötchen, das haben wir mit unserem Equipment leider nicht hinbekommen. Wer es nachkochen Will hier das Rezept

Dressing

  • Teelöffel mittelscharfen Senf
  • 150g Mayonnaise
  • 50g Parmesan
  • 1 Teelöffel Zitrone
  • 1ne Prise Zucker
  • 1ne Prise Salz

Belag

  • Rucola
  • getrocknete Tomaten
  • Burger Fleich 🙂
  • Karamellisierte Zwiebeln
  • Parmesan

Wir sind wieder unterwegs

Verdammt lange her ist es seit meinem Letzen Blog Eintrag. Wir sind das erste Mal seit einem Jahr wieder mit Unserem VW Bus „Sören“ unterwegs und was soll ich sagen, ich habe es sehr vermisst. Als wir noch in Irland mit dem Bus unterwegs waren, hatten ich immer abends noch eine Stunde Zeit um etwas zu schreiben. Die Reaktionen von euch waren wirklich eine sehr große Motivierung es jeden Tag erneut zu tun.

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Also wie ist jetzt Campen mit einem Kleinkind ein Jahr später?

  1. Autofahren ist interessant und man kann ja aus dem Fenster schauen. Noch vor einem Jahr gingen automatisch die Augenlieder von Justus herunter, wenn er nur das klappern und surren des Diesel Aggregates hörte. Heute wird auf dem Rücksitz nach Essen und Trinken gefordert und mangelnder Bewegungsdran wird mit Quengeln zum Ausdruck gebracht. Im nächsten Jahr wird bestimmt der der Satz „Wann sind wir da “ des Öfteren auf meine Ohren prasseln. 😊
  2. Im letzten Jahr haben wir uns eine Hängematte für den Bus gekauft. Diese wird über den Fahrer und Beifahrersitz gespannt. Leider konnten wir diese nicht nutzen da Justus immer versucht hatte aus Ihr heraus zu klettern und so ein Sturz auf den harten Bulliboden unvermeidlich war. Dieses Jahr ist das anders, klar musste das neue Bett in den ersten Tagen erst einmal erprobt werden. Mittlerweile kann er selber hinein und wieder herausklettern. Und wenn in der Mittagszeit das Kommando „Müde Bett“ kommt freut er sich darauf in seinem neuen Reich die Augen zu schließen.
  3. Justus kann laufen. Natürlich ist es wunderschön für die Eltern, wenn das eine Kind die ersten Schritte geht und um den Drang nach Freiheit zu stillen. Beim Campingurlaub ist es leider für uns nicht mehr so entspannt wie im letzten Jahr. Der kleine schafft es innerhalb von nur 30 Sekunden sich aus unserem Sichtfeld zu entfernen. Gemütlich Kaffeetrinken kann immer nur einer zurzeit.
  4. Wir brauchen mehr Kram den wir mitnehmen müssen. Der Bulli ist aber dafür auf keinen Fall zu klein.
    a. Mehrere Bucher, die als Einschlafhilfe dienen
    b. Sandspielzeug
    c. Eine Kiste voller Lego Steine
    d. Bobby Car
    e. Schwimmhilfen
    f. Ein Vorzelt.

Wir trotzen dem Regen in Gent

Schon an der Tankstelle beim Bezahlen wurden wir gefragt, welche Sprache wir sprechen und auch auf dem Campingplatz gab es eine super tolle Einführung (dieses befindet sich dort…, sie müssen…wenn sie mögen, können Sie…möchten Sie in die Stadt? Hier ein Stadtplan…möchten Sie mit dem Fahrrad oder dem Bus in die Stadt? Ich zeig Ihnen mal wie….) Richtig toll organisiert und nicht wie bei den Muffel-Franzosen…

Wir sind gestern in Gent bei Regen angekommen. Nach einer langen Autofahrt müssen wir immer irgendetwas unternehmen, um Justus aus zu powern -sonst sieht das mit dem Abend und der nächtlichen Ruhe eher schlecht aus. Also, was tun im verregneten Gent? Wir gehen einfach schwimmen, dachten wir. Räder vom Auto, Anhänger dran und quer durch Gent zum Schwimmbad. Als wir dort ankamen, waren wir total durchnässt. Justus war der einzige der trocken in seinem Fahrradanhänger geschlafen hat.

Wenig los hier an einem solch schlechten Tag… Tja, es ist Ferienzeit und ähnlich wie in Deutschland sind auch hier in Belgien alle Hallenbäder geschlossen -man sollte lieber zu einem der schönen Freibäder gehen. Super! Wieder zurück zum Campingplatz.
Nine und ich mussten uns vor dem ins-Bett-bring-Debakel erst einmal abreagieren und sind unsere obligatorischen 6 km gejoggt.

Der Campingplatz ist hier ist super und für alle Sport-verrückten toll gelegen. Hier kann man jeder Sportart nachgehen, die es gibt. Es gibt hier ein Tauchbecken, Unterwasserrugby, KajakPolo, eine 3 km Ruderstrecke, einen Klettergarten, Laufstrecken etc. etc.

Neuer Tag, neues Glück: Es hat die ganze Nacht geregnet und es regnet immer noch. OK, wir trotzen einfach dem Wetter -Justus in die Matschhose gesteckt, Regenjacke an und los. Nach einer Stunde Pfützenplanschen und im Regen rummarschieren hat Nine ihn erstmal gebadet-aber auch eher als Zeitvertreib und weil er das so gern mag. Wenn es dem Kind gut geht, geht es einem auch gut.WP_20160803_12_52_56_Pro (2)

Wir wollten aber noch unbedingt die Stadt sehen. Nach Brügge, Brüssel und Antwerpen fehlt diese Belgische Stadt noch. Ich muss dazu sagen, ich liebe Belgien. (Siehe meinen Blogeintrag über Antwerpen.) Wir fuhren mit dem Bus direkt in die City. Einfach tolle Architektur, aber seht selbst.

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Heute verbringen wir vorerst die letzte Nacht in unserem geliebten Sören. Morgen werden wir Amsterdam ansteuern, dort treffen wir meine Schwiegereltern. Nine wird mit ihnen das Wochenende dort verbringen und die Stadt unsicher machen. Für mich und Justus geht es dann wieder nach Hause an die Nordsee. Somit ist dies der vorletzte Beitrag von unserer Reise.

 

Bitte nicht Ausrasten

Hallo Frankreich, ich habe dich wirklich gern, aber manchmal gehst du mir so wahnsinnig auf die Nerven.

Nach dem tollen Wetter und dieser tollen Stadt Granville sind wir nun in einem kleinen Nest in der Nähe von Abbeville. Dieser Ort sieht aus, als wäre er nach dem zweiten Weltkrieg nicht wieder richtig aufgebaut worden. Diese grauen Putzbauten sind sooooooo hässlich. Naja, kann man noch von Putzbauten sprechen, wenn 90% der Fassade fehlen? Warum machen die es hier denn nicht schön, wenn sie schon das Meer vor der Haustür haben? Warum denn…es gibt ja Wein, Käse und Baguette.

Der Campingplatz hier ist unter aller Kanone, und ich muss mir jetz mal meinen Frust von der Seele schreiben…

Warum kann hier kein Mensch Englisch?
Heute im Supermarkt wollte ich noch schnell ein paar Sachen zum Essen für uns einkaufen. Also schnell aufs Rennrad und los. Ich habe mich wohl im Weinregal vergriffen, da an der Kasse auf einmal 32 Euro stand. Für 2 Stangen Baguette und eine Flasche Wein deutlich zu viel! Es muss also am Wein gelegen haben. Nun gut, ich bat die Kassiererin, den Wein wieder zurückzunehmen. Aber leider konnte oder wollte sie nicht verstehen, was ich meinte. Ich frage bat zwei junge Leute, die ebenfalls in der Schlange standen, für mich zu übersetzen -leider ohne Erflog. Die Kassiererin bat mich, den Betrag zu bezahlen und aus irgend einem, mir immer noch schleierhaftem Grund tat ich es auch und verließ total wütend den Laden.

Die Aktion hatte auch etwas Positives: der Wein für 30 Euro war laut Nines Meinung echt lecker.

Aber auch im Allgemeinen wird man hier eher stur weiter auf Französisch bequatscht, auch wenn man zu verstehen gibt, dass man es nicht versteht -ganz nach dem Motto: irgendwann wird er es schon checken…

Warum gibt es keine Klobrille, kein Klopapier und keine Seife auf der Toilette?
Immer, wenn ich mal wieder die Sanitäranlagen aufsuchen muss, packe ich mir einen kleinen Koffer voller Kram. Ich frage mich dann immer nur, wie die Franzosen es machen, die nichts dabei haben. Ich freue mich so sehr auf Belgien, dort gibt es Toiletten mit Brillen und man wird auch nicht gezwungen, sein Geschäft in der Hocke zu verrichten.

Moren sind wir in Gent. YEHAA!